Bergbauspuren und Erzgebirge

Der Wanderweg X18 des Westfälischen Heimatbundes verläuft auf 116 Kilometern von Rheine nach Lienen. Mit dieser stattlichen Länge ist der Weg nur als Mehr-Tages-Streckenwanderung zu bewältigen, kürzere Etappen sind aber auch als Tageswanderung möglich. So ist zum Beispiel die Strecke von Mettingen nach Ibbenbüren mit knapp 14 Kilometern gut zu schaffen. Und das Beste: Der Rückweg kann mit dem Bus bewältigt werden. Vom 1. Mai bis einschließlich 3. Oktober fährt sonn- und feiertags der Freizeit- und Wanderbus F10. Das ganze Jahr über verbindet der R20 die beiden Orte und fährt, mit Voranmeldung, auch samstags und an Sonn- und Feiertagen.

Auf schattigen Wegen durch das Köllbachtal

Der Startpunkt dieser Wanderung ist der Wanderparkplatz an der St. Agatha-Kirche im Mettinger Dorfkern. Über die Kardinal-von-Galen-Straße geht es gen Süden bis zur Teichstraße. Hier treffen die Wanderer auf den Wanderweg X18, der mit einem markanten X ausgeschildert ist. Dieser verläuft durch das malerische Köllbachtal stetig, aber moderat, bergan auf das Schafberg-Plateau. Zwischendurch lädt das Wassertretbecken zum Abkühlen und Rasten ein. Erfrischt geht es weiter auf schattigen Wegen durch stattlichen Buchenwald. Nach Querung der Ibbenbürener Straße wird der Weg lichter und verläuft durch Wiesen und Felder und entlang des Waldes „Großer Tannenkamp“ zur Osnabrücker Straße und zum Wohngebiet Fisbecker Forst. Gemütlich bergab führt der Wanderweg X18 vorbei am Theodorschacht. Diese ehemalige Schachtanlage der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, die bereits im Jahre 1880 in Betrieb genommen wurde, verlor mit Ende der Steinkohlenförderung seine Bedeutung und ist heute verfüllt. Aktuell wird sie zurück gebaut -  damit verschwinden immer mehr Spuren des einst so wichtigen Industriezweiges in Ibbenbüren.

Durch das Erzgebirge

Mit einer rechts-links Kombination geht es weiter bergab gen Süden in den Rochus. In dem kleinen Waldgebiet am Südhang der Ibbenbürener Bergplatte wurden vermutlich schon Ende des 17. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts Eisenerze gewonnen. An manchen Stellen kann man heute davon noch Spuren finden. Auf verschlungenen Wegen gelangen die Wanderer zum Waldrand. Hier bietet sich ein wunderbarer Blick auf Ibbenbüren und den dahinterliegenden Teutoburger Wald. Über die Fahrradstraße Wieskebrock führt der nun vorwiegend flache Weg weiter nach Westen. Die Wanderer passieren das Sportzentrum Ost, Heimat der Ibbenbürener Spielvereinigung, den Kletterwald Ibbenbüren und das Heimathaus. Hier werden Bräuche und Gepflogenheiten vergangener Zeiten präsentiert. Für Gruppen werden Führungen und Kaffeetafel mit Kuchen und Kaffee satt nach Vereinbarung angeboten. Über eine Fußgängerbrücke gelangen die Wanderer zum Aasee, dem Ibbenbürener Naherholungsgebiet mit vielfältigem Freizeitangebot, wie Aaseebad, Aasee-Beach, Dirtbike- und Skateranlage sowie verschiedenen Spielplätzen und Einkehrmöglichkeiten. Hier verlassen die Wanderer den X18 und wandern am Nordufer Richtung Westen, queren an der Ampel die Münsterstraße und begleiten die Ibbenbürener Aa bis zum Wanderparkplatz Groner Allee. Wer hier im Vorfeld sein Fahrzeug geparkt, ist am Ziel angekommen. Wer zurück nach Mettingen möchte, biegt rechts ab und gelangt über eine Fahrradstraße in die Ibbenbürener Innenstadt und weiter durch die Fußgängerzone zum Ibbenbürener Bahnhof. Hier können die Wanderer mit der Buslinie R20 zurück nach Mettingen zur Haltestelle „Schultenhof“ fahren, diese liegt nur wenige hundert Meter vom Startpunkt an der St. Agatha Kirche entfernt. Der R20 fährt, nach Voranmeldung, auch an Samstagen sowie sonn- und feiertags. Vom 1.  Mai bis zum 3. Oktober verbindet darüber hinaus der Wander- und Freizeitbus F10 die beiden Orte. Fahrpläne sind verfügbar unter www.rvm-online.de.

Streckenkarte und GPX-Datei online verfügbar

Die GPX-Datei zu der Wanderung finden Sie auf www.stadtmarketing-ibbenbueren.de im Bereich „ibbService/mediacenter“. Das Kartenmaterial, auch zu weiteren Wander- und Radtouren, erhalten Sie in der Tourist-Information Ibbenbüren im Kulturhaus. Diese hat montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet bzw. können dort zu diesen Zeiten Bestellungen nach Terminvereinbarung abgeholt werden.

 

Auf einen Blick

Start: Wanderparkplatz St. Agatha-Kirche Mettingen

Ziel: Wanderparkplatz Ecke Groner Allee/An der Aa

Alternativ: Busbahnhof Ibbenbüren

Länge: etwa 12 Kilometer (knapp 14 km)

Wegbeschaffenheit: Straßen, Nebenstraßen, Wirtschaftswege, Waldwege

Markierung: weißes X auf schwarzem Grund

Festes Schuhwerk ist empfehlenswert!

Rastmöglichkeiten: Gastronomiebetriebe im Mettinger Ortskern, Abstecher im Rochus zum Hof Löbke, Restaurant Ventana und ibbgoesbeach am Aasee und Gastronomiebetriebe in der Ibbenbürener Innenstadt. Bitte auf Öffnungszeiten und Coronaregeln achten!

Busverbindung:

R 20 / F10 (01. Mai – 03. Oktober): Ibbenbüren Busbahnhof – Mettingen, Schultenhof

Fahrplan: www.rvm-online.de

 

GPX-Daten

 

Impressionen vom X18: Mettingen - Ibbenbüren

Bisher sind keine Bilder verfügbar.

Streckenverlauf: Auf dem X18 von Mettingen nach Ibbenbüren

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Neuigkeiten

Vorbereitung – Herzblut – Vorfreude: Es wird viel geboten

Kulturprogramm für die Saison von September 2022 bis April 2023

Diesem Programm sieht man an, was in ihm steckt: nämlich jede Menge Vorbereitung, jede Menge Herzblut und jede Menge Vorfreude. Bettina Kleingünther, Leiterin des städtischen Fachdienstes Volkshochschule und Kultur und Geschäftsführerin der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH sowie Silke Hilscher-Millich, Prokuristin der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH, freuen sich, dass es ihnen gelungen ist, etwas richtig Hochkarätiges zusammen- und auf die Beine zu stellen. Für die Saison von September 2022 bis April 2023 des städtischen Kulturprogramms ist einiges in der Pipeline. Und die beiden Damen lassen sich schon jetzt in die Karten schauen. Gerne sogar.

20 Veranstaltungen auf der Karte

Doch zunächst zum Rahmen des kulturellen Genusses im Bürgerhaus Ibbenbüren: Nicht weniger als 20 Angebote befinden sich in der Vorbereitung, jeweils fünf davon im Theaterabonnement, dem Theaterabonnement Extra sowie im Kabarettabonnement Extra. Komplettiert wird das städtische Veranstaltungsmenü durch zwei Schulstücke („Mädchen wie die“ am 19. Oktober und „Der Trafikant“ am 22. März), das traditionelle Neujahrskonzert am 7. Januar, eine A-cappella-Show („Alte Bekannte“) am 22. September sowie den Klassiker und Im-Handumdrehen-ausverkauft-Garanten „Storno“. Letzterer soll der Popularität wegen mit mehreren Terminen über die Bürgerhausbühne gehen.

Einen kleinen Überblick gefällig? Gerne.

Im Theaterabonnement werden in der neuen Spielzeit fünf hochklassige Klassiker auf der Bühne des Bürgerhauses dargeboten:

  • Der große Gatsby (17. Oktober)
  • Hexenjagd (17. Januar)
  • Der Sturm (14. Februar)
  • Don Quijote (6. März)
  • Bekenntnisse des Hochstapler Felix Krull (28. März)

Schwer, da ein Highlight zu nennen, denn die Darstellenden bürgen allesamt für höchste künstlerische Ansprüche: „Der große Gatsby“ gezeigt vom Landestheater Detmold, „Hexenjagd“ von Euro-Studio Landgraf, William Shakespeares „Der Sturm“ („The Tempest“) in einer Aufführung des Globe Berlin, Cervantes‘ „Don Quijote“ in der Bearbeitung durch Rebekka Kricheldorf, Letzteres eine Produktion der Burghofbühne Dinslaken. Das Altonaer Theater / Kammerspiele Hamburg zeigt Thomas Manns Roman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ als Bühnenstück.                                                                                                                                                   

Im Theaterabonnement Extra geht es etwas weniger klassisch zu. Gespielt werden hier die folgenden Stücke:

  • Der Fall Collini (21. September)
  • Ein Mann, zwei Chefs (14. November)
  • Wunschkinder (11. Januar)
  • Alles ist erleuchtet (22. Februar)
  • Das perfekte Geheimnis (19. April)

Das klingt besonders verlockend: „Das perfekte Geheimnis“ von Paolo Genovese, als kammerspielartiger Film mit Wotan Wilke Möhring schon ein Erfolg und jetzt auf der Bühne und „Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach – eine Produktion des Westfälischen Landestheaters.

Im Kabarettabonnement spielen in der neuen Spielzeit Hochkaräter wie

  • Thomas Freitag (25. November)
  • Thilo Seibel (23. Oktober)
  • Carrington-Brown (10. Februar)
  • Dave Davis (24. März)
  • das Düsseldorfer Kom(m)ödchen (21. April)

Abonnement bietet Vorteile

Da gilt es schnell zu sein, denn bei einem solchen Programm können die Karten schnell weg sein. Am besten mit einem Abo. Das hat reichlich Vorteile:

  • Sitzplatzgarantie
  • Kein Warten an der Kasse
  • Preisvorteil gegenüber Einzelkarten
  • Exklusiver Vorverkaufsstart
  • Abokarten sind übertragbar

Und als Abonnent hat man ein exklusives Vorkaufsrecht für die STORNO-Karten, denn die sind immer besonders schnell weg. Kein Wunder, die Herren sind ja nun auch absolute Spitzenklasse.

Das Theaterabo und das Theaterabo Extra kosten in der 1. Preiskategorie 100 Euro, in der 2. Preiskategorie 88 Euro und in der 3. Preiskategorie 75 Euro. Gleiches gilt für das große Wahlabonnement mit fünf Veranstaltungen. Das kleine Wahlabo mit drei Veranstaltungen kostet auf allen Plätzen 54 Euro, das Kabarettabo auf allen Plätzen 103 Euro. Die Voraussetzungen für ermäßigte Karten sind der Homepage www.stadtmarketing-ibbenbueren.de zu entnehmen.

Infos und Beratung zu den Abos gibt es bei der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH unter Telefon 05451 5454540 oder per Mail an info@stadtmarketing-ibbenbueren.de.

„Wichtig ist für die kommende Spielzeit die Mischung: Mal ist es herausfordernd und Gedanken anregend, mal macht es aber auch einfach Spaß. Das alles hat einen hohen Unterhaltungswert, und auch musikalische Aspekte kommen nicht zu kurz“, freuen sich Bettina Kleingünther und Silke Hilscher-Millich auf die neue Spielzeit. Und wahrscheinlich nicht nur sie.

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Rezertifizierung der Teutoschleifen Premiumwanderwege in Ibbenbüren

Das ist eine schöne Nachricht für die Wanderfreundinnen und – freunde in Ibbenbüren. Die beiden Ibbenbürener Teutoschleifen „Dörenther Klippen“ und „Heiliges Meer“ sind jetzt als Premiumwanderwege rezertifiziert worden. Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer durfte jetzt zusammen mit seinen Amtskollegen aus Tecklenburg sowie aus Recke und Hopsten, durch deren Kommunen die beiden Wege auch führen, die Auszeichnung in Lengerich entgegennehmen.

Von Alexia Finkeldei (Tecklenburger Land Touristik) gab es reichlich Lob für die beiden Wege. Kein Wunder, denn die Teutoschleife „Dörenther Klippen“, die bei der vergangenen Rezertifizierung 2018 noch 68 Bewertungspunkte erhalten hatte, bekam jetzt 71, die Schleife „Heiliges Meer“ steigerte sich von 62 auf 65 Bewertungspunkte. „Drei Punkte mehr, das ist schon was“, so Finkeldei. „Das ist eine Leistung auf die man wirklich stolz sein kann.“ Die Schleife „Dörenther Klippen“ und der „Tecklenburger Bergpfad“ gehören mit mehr als 70 Punkten dabei zu den fünf am höchsten bewerteten Premiumwanderwegen in ganz NRW, so Finkeldei weiter. „Da muss man schon viel Erlebnispotenzial bieten.“ 50 Punkte braucht es für das Siegel.

Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer würdigte vor allem das ehrenamtliche Wegemanagement, die „Wegekümmerer“, die regelmäßig die Routen überprüfen.  „Die ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger, die sich um die Teutoschleifen kümmern, machen den großen Erfolg dieser Wanderrouten überhaupt erst möglich. Vor diesem Engagement habe ich allerhöchsten Respekt. Wir sind diesen Menschen zu großem Dank verpflichtet.“  Die Teutoschleifen seien ein Aushängeschild für die Region und natürlich auch für Ibbenbüren. „Wir haben wirklich Glück, dass wir solche Möglichkeiten zum Wandern quasi direkt vor der Haustür haben“, so der Bürgermeister weiter.

Alexia Finkeldei ergänzt, dass zusätzlich in diesem Jahr auch noch eine externe Firma die Wegweiser reinigen werde, damit die Teutoschleifen in vollem Glanz strahlen können. „Wir sind stolz darauf, dass sich alle Wege nochmal verbessert haben. Wir haben an der Qualität gearbeitet“, sagt die Geschäftsführerin der Tecklenburger Land Tourismus.

Die Teutoschleifen im Internet: www.teutoschleifen.de

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Fast sechs Mal um den Äquator geradelt

Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürener stellen gemeinsam einen neuen Kilometer-Rekord auf / 36 Tonnen CO2 vermieden.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Ibbenbüren hat beim Wettbewerb STADTRADELN des Vereins Klima-Bündnis auf ganzer Linie überzeugt. Das Stichwort lautet: Rekord.

Wo genau? Na, zum Beispiel bei den Teilnehmenden: 952 aktive Radfahrende waren es nach den vorläufigen Ergebnissen in diesem Jahr. Mehr als je zuvor. Der bisherige Rekord lag bei 891 Radfahrerinnen und Radfahrern, die beim STADTRADELN mit dabei waren und stammt aus dem Jahr 2017. Im vergangenen Jahr waren es 808 aktive Radelnde.

Oder bei den gefahrenen Kilometern: 231.357 Kilometer wurden zurückgelegt. Zum Vergleich: Denkt man sich einen Gürtel um den Äquator, wäre der rund 40.075 Kilometer lang. Die Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürener sind also knapp sechs Mal um den Äquator gefahren. Respekt! Der bisherige Bestwert stammt aus dem vergangenen Jahr und lag bei 185.212 Kilometern. Im Kreis Steinfurt belegt Ibbenbüren damit den 2. Platz.

Oder bei der CO2-Vermeidung. 36 Tonnen CO2 wurden durch die Teilnehmenden des STADTRADELNS in diesem Jahr vermieden – auch hier mehr als je zuvor. Der bisherige Bestwert stammt aus dem Vorjahr und lag bei 27 Tonnen CO2-Vermeidung. Auch hier sind die Ibbenbürenerinnen und Ibbenbürener auf einem guten Weg.

Gleich geblieben ist allerdings die Zahl der teilnehmenden Teams. Wie im Vorjahr waren es 67 – aber das war vor einem Jahr Rekord, also heißt es hier: Rekord eingestellt.

Die Gewinner des STADTRADELNS werden zurzeit ermittelt. Die Preisverleihung findet Mitte August statt.

Für die Organisatoren des STADTRADELNS ist das natürlich eine herausragende Bilanz. „Die Zahlen zeigen, wie sehr das Fahrrad mittlerweile als Alltagsverkehrsmittel genutzt wird. Das freut mich wirklich sehr“, sagt Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer. „Das bestärkt uns darin, in Sachen Mobilität den Fokus weiterhin auf den Radverkehr zu legen. Im Mobilitätskonzept 2035+ sind zahlreiche Maßnahmen verankert, die die Situation der Radfahrenden weiter verbessern sollen. Wenn wir die Menschen dazu bringen wollen, dauerhaft auf das Rad umzusteigen, dann müssen wir entsprechend die Infrastruktur bereitstellen.“

STADTRADELN in Ibbenbüren wurde veranstaltet von der Stadt Ibbenbüren und der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH mit Unterstützung des Stadtsportverbands, der Ortsgruppe Ibbenbüren des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC), der Kreissparkasse Steinfurt, der Unternehmen B+W International, Sideka und Strier Reisen sowie den Fahrradhändlern Konermann und Owerfeldt-Meyer.

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