Erinnerungsbaum pflanzen

Seit mehreren Jahren bieten die Ibbenbürener Stadtführer die Gelegenheit, zu besonderen persönlichen Anlässen oder „einfach so“ in Waldgebieten des Tecklenburger Landes Bäume zu pflanzen. Die Aktion „Wurzeln schlagen in Ibbenbüren“ kann auch in Corona-Zeiten unter Einhaltung aller Hygieneregeln stattfinden.

„Dr. Georg Berkemeier, Revierförster im Bereich Ibbenbüren-Tecklenburg, wählt dafür geeignete Standorte und Baumarten aus“, erklärt Dr. Michael Kriege, Vorsitzende des Vereins. Die Gehölze werden als sogenannter „Trupp“ von fünf Bäumen angelegt, die sich im Wachstum schützen.

Die Wälder in Deutschland seien seit geraumer Zeit durch Dürre oder Borkenkäferbefall in ihrem Bestand bedroht, erläutert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf seiner Homepage. Angesichts dieser Entwicklungen komme es darauf an, Wälder mit einer naturnahen, an die Region angepassten Bepflanzung langfristig auf den Klimawandel einzustellen. Stabile und anpassungsfähige Wälder zu schaffen, sei eine langfristige Aufgabe. Dem stellt sich der Stadtführerverein mit dem Projekt, in dem bereits zum 13. Mal „Erinnerungsbäume“ gepflanzt werden.

Da die Wahrscheinlichkeit eines gesunden Wachstums in einem Waldstück größer ist als im innerstädtischen Bereich, wird eine Fläche am Südhang des Teutoburger Waldes als geeignet angesehen. Die Lage der Neuanpflanzung wird durch ein GPS-Gerät eingemessen und in einer Urkunde dokumentiert. Auf Wunsch werden besondere Ereignisse, die für den einzelnen Bürger damit verknüpft sind, in der Urkunde verzeichnet.

Die Empfehlung der Fachleute, trockenheitstolerante Baumarten anzupflanzen, setzen die Stadtführer in diesem Jahr gezielt um. Elsbeere und Speierling sind Pflanzennamen, die in unserer Region noch als exotisch angesehen werden. Dahinter verbergen sich Bäume, die zu beträchtlicher Höhe heranwachsen können. Beide besitzen im Stammholz eine attraktive Maserung und Färbung.

Besonders geeignet sind kalkhaltige, etwas trockenere Standorte. Die sich auch hierzulande abzeichnenden geringeren Niederschläge sowie die kalkhaltigen Böden an der Südseite des Teutoburger Waldes machen den Standort ideal für diese Baumarten. „Wir wollen mithelfen, Nadelwälder des Teutoburger Waldes in gesunde Mischwälder umzuwandeln“, betont Kriege.

Die nächste Pflanzaktion ist wieder an einem Samstagvormittag im Dezember. Die genaue Uhrzeit und der Treffpunkt werden noch bekannt gegeben. Sie hängen vom Wetter ab. Die Karten zum Preis von 80 Euro sind bei der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH, Oststraße 28, 05451/5454-50 erhältlich. Darin enthalten sind fünf Baumsetzlinge, fachliche Begleitung und die Urkunde.

Zurück