Hermannshöhen

Der bekannteste Wanderweg in Ibbenbüren ist sicherlich der Hermannsweg. Zwischen Ibbenbüren und Dörenthe gelegen, verläuft dieser Top-Trail als Kombination mit dem Eggeweg auf dem Kamm des Teutoburger Waldes von Rheine bis nach Marsberg.

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Bergbau-Wanderrouten

Die mehr als fünfhundertjährige Geschichte des Bergbaus in Ibbenbüren hat auch „über Tage“ viele Spuren hinterlassen. Diesen können Sie auf vier verschiedenen Bergbauwanderrouten folgen.

 

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Teutoschleifen

Auf den Teutoschleifen wandern Sie auf den Premiumwanderwegen Deutschlands. Diese sind besonders attraktive Rundwanderwege am Hermannsweg.

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Laggenbecker Routen

Der östliche Ortsteil Laggenbeck bietet mit drei verschiedenen Rundwanderwegen ein breites Angebot. Sie können zwischen Längen von 7,5 und 13 Kilometern wählen

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Genusswanderung

Den Teutoburger Wald im Wechsel der Jahreszeiten erleben – dies können Sie mit ausgebildeten NaturGenussFührern

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Familienwanderung bei den Dörenther Klippen

Sie wollen mit der Familie mal wieder raus ins Grüne? Dann ist diese familienfreundliche Rundwanderung genau das Richtige! Auf etwa 5,5 Kilometern führt diese Wanderung durch Felder und Wiesen, über Stock und Stein, bietet sagenhafte Ausblicke, urige Rastmöglichkeiten und mit der Sommerrodelbahn den passenden Abschluss Ihres Familientages.

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Weitere Informationen zu den Ibbenbürener Wandermöglichkeiten erhalten Sie in unserer Tourist-Information. Wir beraten Sie gern!

Neuigkeiten

Ein Ende – und ein Neuanfang: Das Preußendenkmal zieht vom Neumarkt in den Heldermannpark

Festgemauert in der Erden steht es seit 35 Jahren auf dem Neumarkt, dem Platz zur Zier. Beziehungsweise: Es stand dort. Vergangenheitsform. Denn mit dem heutigen Montag, 11. März, hat das Ibbenbürener Preußendenkmal die Reise an seinen neuen Standort im Heldermannpark angetreten.

An diesem nieseligen und schneidend kalten Morgen ist im Auftrag der Stadt Ibbenbüren ein Abbaukommando des Hörsteler Restaurierungsunternehmens Paetzke auf dem Neumarkt angerückt. Dessen Arbeitsliste für diesen Tag: das Denkmal von seinem Sockel trennen, es abtransportieren, die Steine des Sockels lösen und ebenfalls entfernen. Schritt eins des Umzugsunternehmens.

Schritt zwei, eine Zwischenstation, erläutert Werner Paetzke, Seniorchef des beauftragten Fachunternehmens: „In diesem Fall wird keine Restaurierung vorgenommen, sondern etwas, das wir museale Aufarbeitung nennen“, gibt er zu Protokoll. Bedeutet: Moosspuren etwa werden beseitigt, alles etwas aufpoliert. Die markanten Weltkriegsschäden am Korpus des Preußendenkmals – Einschüsse, Absplitterungen – allerdings bleiben erhalten, werden nicht retuschiert oder ausgebessert. Das Denkmal soll seine historischen Spuren nicht leugnen, soll authentisch bleiben, auch an seinem künftigen Platz im Park.

Das fast 120 Jahre alte Relikt der wilhelminischen Epoche nötigt Fachmann Paetzke, während das Kernstück mit aufgesetzter Krone auf einen Transporter verladen wird, gehörigen Respekt ab: „Schon der Sockel aus Sandstein ist stabil. Da ist nichts dran. Alles ist gut erhalten“, freut er sich. Gleiches gilt für den eigentlichen Denkmalkörper: „Der ist in einem wirklich guten Zustand“, gibt er eine schnelle Expertise. Das Preußendenkmal ist somit kein restauratives Sorgenkind, eher ein rüstiges, überdies unverwüstliches Stück Geschichte. Immerhin hat es das formelle Ende des Staates Preußen 1947 um volle 72 Jahre so locker wie wohlbehalten überlebt. Von kleinen Blessuren abgesehen.

Freude bereiten Werner Paetzke zudem Details der Denkmalgestaltung, auf die sein fachmännisches Auge während des Verladens fällt. „Sehen Sie“, deutet er auf den Bereich unter der Krone an der Spitze. „Die Krone ist nicht einfach auf glatten Stein gesetzt – sie lagert auf einem nachempfundenen Samtkissen. Und sogar eine Troddel des Kissens ist noch erhalten.“ Man merkt: Es wird ihm eine Freude sein, dieses Zeugnis der Ibbenbürener Stadtgeschichte für die Zeit der Aufarbeitung in seiner Werkstatt zu beherbergen.

Geschaffen wurde das Ibbenbürener Preußendenkmal von dem münsterschen Bildhauer August Schmiemann (1846-1927), laut Verzeichnis des Stadtmuseums Ibbenbüren aus rotem Wesersandstein aus Karlshafen. Auftraggeber war das damalige Amt Ibbenbüren. Die Inschrift des Denkmals deutete von Beginn an auf die 200-jährige Zugehörigkeit der Obergrafschaft Lingen zum Königreich Preußen als Anlass für seine Aufstellung hin. Zu Ostern des Jahres 1902 bezog es seinen ersten Standort auf dem Oberen Markt. 1924 wanderte es an die Münsterstraße, vor die Werthmühle. 1984 wurde es schließlich Teil des Neumarkt-Ensembles.

Bis das Preußendenkmal jetzt im Heldermannpark eine neue Bleibe findet, gilt es nicht nur am Denkmalkorpus selbst, sondern ebenso am Ex-Standort Neumarkt einiges zu erledigen. Fernando Quiroga, der als Mitarbeiter der städtischen Abteilung für Straßenbau das Projekt begleitet, reißt den Zeitplan ab: Am Mittwoch dieser Woche, 13. März, passiert wegen des Wochenmarktes auf dem Neumarkt nichts. Am Tag darauf steht der Abbruch des Fundamentes an. Am Freitag, 15. März, ist marktbedingt wieder Pause. Am Montag, 18. März, rücken dann erneut Bauarbeiter an, um binnen zwei Tagen die Fläche des ehemaligen Denkmalstandortes auszupflastern.

Während ein kalter Wind den Neumarkt ungemütlich macht und der Transporter mit dem auf der Ladefläche festgeschnallten Preußendenkmal in Richtung Werkstatt aufbricht, hält Quiroga eine verschweißte Metallröhre in der Hand. Sie war in das Denkmal eingelassen und beinhaltet, wie er vermutet, historische Dokumente, wohl auch Münzen aus der Zeit der Erstaufstellung. Auch der metallene Behälter wird einen neuen Platz im Heldermannpark finden, zusammen mit dem Preußendenkmal – „und wohl auch mit neuen Dokumenten und Münzen“, vermutet Fernando Quiroga. Beigaben der neuen Zeit für das Zeugnis alter Zeit.

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Faszination Erdgeschichte - Faszination Dörenther Klippen:

Der Natur- und Geopark TERRA.vita gehört mit Recht zu den UNESCO-Geoparks, denn in dem etwa 1.500 Quadratkilometer großen Naturparkgebiet sind 300 Millionen Jahre Erdgeschichte nahezu lückenlos dokumentiert. Ein geologisches Highlight im Naturparkgebiet und eines der markantesten Ausflugsziele im Teutoburger Wald und im Münsterland sind die Dörenther Klippen und das „Hockende Weib“.

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