Stadtführungen

In Ibbenbüren verbinden sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem liebenswerten Gesamtbild. Erleben Sie einen geführten Rundgang durch Ibbenbürens Innenstadt und entdecken Sie viele schöne Plätze. Lebendig und mit einem Augenzwinkern erzählen die Gästeführer spannende Ereignisse aus der über 860-jährigen Geschichte Ibbenbürens. Amüsante Anekdoten und Biographisches über bedeutende Persönlichkeiten machen aus der Stadtführung ein unterhaltsames Erlebnis.

Zu den öffentlichen Führungen, jeden 1. Sonntag im Monat um 15.00 Uhr, ist keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie zum Treffpunkt an der Kreissparkasse, Bachstraße 14, und begleiten Sie uns auf dem Rundgang durch unsere schöne Heimatstadt.

Weitere Infomationen erhalten Sie hier.

Nacht­wächter­führungen

"Hört Ihr Leut' und lasst Euch sagen, vom Turm die Glock' hat acht geschlagen. Nur acht Seelen sprach Gott los, als die Sintflut sich ergoss." Mit diesem alten Gesang begrüßt Sie der jetzige Nachtwächter, wenn Sie ihn bei seinem 99-minütigen Weg durch die abendliche Innenstadt Ibbenbürens begleiten. Der Nachtwächter der Neuzeit knüpft an die alte Tradition des Nachtwächtertums in Ibbenbüren an. Seien Sie dabei und erleben Sie die Geschichte(n) des Nachtwächters hautnah.

Weitere Infomartionen erhalten Sie hier.

Audio-Erlebnis-Guide

Der Audioerlebnispfad stellt mit insgesamt acht Hörspielen in sehr detaillierter und aufwendiger Art und Weise ausgewählte Orte und Menschen der Ibbenbürener (Stadt-) Geschichte vor. Ganz der Ibbenbürener Bergbautradition verbunden gibt es ein Hörspiel rund um das Thema Bergbau. Darüber hinaus finden sich auch Hörspiele über den Ibbenbürener Metzgermeister Martin Lause, der Christus- und der Mauritiuskirche und über die ehemalige Synagoge. Beschäftigen sich alle Hörspiele mit der Vergangenheit, so ist die das Abhören der Hörspiele sehr modern und auch sehr einfach: An den acht „Stationen“ des Audioerlebnispfads sind Plexiglastafeln mit QR-Codes befestigt. Sie halten einfach Ihr Smartphone vor den Code, drücken auf „Start“ und los geht’s! Tauchen Sie also mit neuester Technik in die außergewöhnlich aufbereitete Stadtgeschichte Ibbenbürens ein!

Für all diejenigen, die entweder kein Smartphone zur Hand haben oder diesen Guide außerhalb von Ibbenbüren erleben möchten, gibt es HIER die Möglichkeit, die Geschichten donnoch hörbar zu machen.

Genussführungen

Den Teutoburger Wald im Wechsel der Jahreszeiten entdecken – mit diesem neuen Angebot nehmen die Ibbenbürener Stadtführer naturbegeisterte Wanderer und Spaziergänger mit. Rechts und links des Weges übersieht man oft die bemerkenswertesten Kleinode der Gesteins-, Tier- und Pflanzenwelt. Genau hierauf legen die „NaturGenussFührerinnen“ ihr Augenmerk und bringen Ihnen nicht zuletzt die Geschichte der Dörenther Klippen nahe.

Weitere Informationen, Termine und Tickets für die Genussführung erhalten Sie in der Tourist-Information und hier.

Einen Flyer zu den Naturgenussführungen mit Frau Grolle und Frau Veltmann können Sie hier als pdf downloaden.

Denkmalwege

Einen Stadtbummel der besonderen Note erleben Sie mit den „Denkmal-Wegen“ durch Ibbenbüren. Hier können Sie durch die Innenstadt flanieren und Stadtgeschichte an wunderschönen Gebäuden erkunden. Anhand der Bilder und Kurzbeschreibungen erhalten Sie erste Eindrücke unserer Vergangenheit. Heutige Städte erscheinen meist recht einheitlich in ihrer Bebauung. Überall finden sich die gleichen Ladenketten. Deshalb ist die Pflege und Erhaltung von Baudenkmalen so wichtig. Sie geben der Stadt einen unverwechselbaren Ausdruck. Verbinden Sie Kultur und Shopping, genießen Sie Kaffee oder kulinarische Genüsse in nächster Nähe zu geschichtsträchtigen Gebäuden. Den Flyer erhalten Sie in der Tourist-Info und hier als pdf-Datei.

Geocaching

Geocaching ist die moderne Form der Schnitzeljagd oder Schatzsuche. Neuerdings gibt es in Ibbenbüren ein Geocaching-Stadtspiel. Dabei sind die „Schätze“ keine klassischen Caches sondern ein Lösungswort. An jeder Station müssen Sie Buchstaben oder Zahlen auf Schildern oder Tafeln finden, die am Ende ein Lösungswort ergeben. Auf etwa 2,5 Kilometern mit zwölf Stationen führt dieses Stadtspiel durch die Ibbenbürener Innenstadt. Am Wegesrand finden sich zahlreiche Cafés, Eisdielen und Bäckereien, die zum Rasten einladen. Zielgruppen sind Familien mit Kindern im Grundschulalter. Natürlich eignet sich die Tour auch bestens für Kindergeburtstage. Wenn Sie das Lösungswort ermittelt haben, erhalten Sie natürlich eine persönliche Ibbenbüren-Entdecker-Urkunde.

Der Flyer zum Geocaching-Stadtspiel finden Sie bei uns in der Geschäftsstelle oder hier als Download in unserem Mediacenter. Gegen eine kleine Gebühr können Sie in der Geschäftsstelle auch ein Navigationsgerät ausleihen.

 

Weitere Informationen zu den Ibbenbürener Stadtspaziergängen erhalten Sie in unserer Tourist-Information. Wir beraten Sie gern!

Neuigkeiten

Ein Ende – und ein Neuanfang: Das Preußendenkmal zieht vom Neumarkt in den Heldermannpark

Festgemauert in der Erden steht es seit 35 Jahren auf dem Neumarkt, dem Platz zur Zier. Beziehungsweise: Es stand dort. Vergangenheitsform. Denn mit dem heutigen Montag, 11. März, hat das Ibbenbürener Preußendenkmal die Reise an seinen neuen Standort im Heldermannpark angetreten.

An diesem nieseligen und schneidend kalten Morgen ist im Auftrag der Stadt Ibbenbüren ein Abbaukommando des Hörsteler Restaurierungsunternehmens Paetzke auf dem Neumarkt angerückt. Dessen Arbeitsliste für diesen Tag: das Denkmal von seinem Sockel trennen, es abtransportieren, die Steine des Sockels lösen und ebenfalls entfernen. Schritt eins des Umzugsunternehmens.

Schritt zwei, eine Zwischenstation, erläutert Werner Paetzke, Seniorchef des beauftragten Fachunternehmens: „In diesem Fall wird keine Restaurierung vorgenommen, sondern etwas, das wir museale Aufarbeitung nennen“, gibt er zu Protokoll. Bedeutet: Moosspuren etwa werden beseitigt, alles etwas aufpoliert. Die markanten Weltkriegsschäden am Korpus des Preußendenkmals – Einschüsse, Absplitterungen – allerdings bleiben erhalten, werden nicht retuschiert oder ausgebessert. Das Denkmal soll seine historischen Spuren nicht leugnen, soll authentisch bleiben, auch an seinem künftigen Platz im Park.

Das fast 120 Jahre alte Relikt der wilhelminischen Epoche nötigt Fachmann Paetzke, während das Kernstück mit aufgesetzter Krone auf einen Transporter verladen wird, gehörigen Respekt ab: „Schon der Sockel aus Sandstein ist stabil. Da ist nichts dran. Alles ist gut erhalten“, freut er sich. Gleiches gilt für den eigentlichen Denkmalkörper: „Der ist in einem wirklich guten Zustand“, gibt er eine schnelle Expertise. Das Preußendenkmal ist somit kein restauratives Sorgenkind, eher ein rüstiges, überdies unverwüstliches Stück Geschichte. Immerhin hat es das formelle Ende des Staates Preußen 1947 um volle 72 Jahre so locker wie wohlbehalten überlebt. Von kleinen Blessuren abgesehen.

Freude bereiten Werner Paetzke zudem Details der Denkmalgestaltung, auf die sein fachmännisches Auge während des Verladens fällt. „Sehen Sie“, deutet er auf den Bereich unter der Krone an der Spitze. „Die Krone ist nicht einfach auf glatten Stein gesetzt – sie lagert auf einem nachempfundenen Samtkissen. Und sogar eine Troddel des Kissens ist noch erhalten.“ Man merkt: Es wird ihm eine Freude sein, dieses Zeugnis der Ibbenbürener Stadtgeschichte für die Zeit der Aufarbeitung in seiner Werkstatt zu beherbergen.

Geschaffen wurde das Ibbenbürener Preußendenkmal von dem münsterschen Bildhauer August Schmiemann (1846-1927), laut Verzeichnis des Stadtmuseums Ibbenbüren aus rotem Wesersandstein aus Karlshafen. Auftraggeber war das damalige Amt Ibbenbüren. Die Inschrift des Denkmals deutete von Beginn an auf die 200-jährige Zugehörigkeit der Obergrafschaft Lingen zum Königreich Preußen als Anlass für seine Aufstellung hin. Zu Ostern des Jahres 1902 bezog es seinen ersten Standort auf dem Oberen Markt. 1924 wanderte es an die Münsterstraße, vor die Werthmühle. 1984 wurde es schließlich Teil des Neumarkt-Ensembles.

Bis das Preußendenkmal jetzt im Heldermannpark eine neue Bleibe findet, gilt es nicht nur am Denkmalkorpus selbst, sondern ebenso am Ex-Standort Neumarkt einiges zu erledigen. Fernando Quiroga, der als Mitarbeiter der städtischen Abteilung für Straßenbau das Projekt begleitet, reißt den Zeitplan ab: Am Mittwoch dieser Woche, 13. März, passiert wegen des Wochenmarktes auf dem Neumarkt nichts. Am Tag darauf steht der Abbruch des Fundamentes an. Am Freitag, 15. März, ist marktbedingt wieder Pause. Am Montag, 18. März, rücken dann erneut Bauarbeiter an, um binnen zwei Tagen die Fläche des ehemaligen Denkmalstandortes auszupflastern.

Während ein kalter Wind den Neumarkt ungemütlich macht und der Transporter mit dem auf der Ladefläche festgeschnallten Preußendenkmal in Richtung Werkstatt aufbricht, hält Quiroga eine verschweißte Metallröhre in der Hand. Sie war in das Denkmal eingelassen und beinhaltet, wie er vermutet, historische Dokumente, wohl auch Münzen aus der Zeit der Erstaufstellung. Auch der metallene Behälter wird einen neuen Platz im Heldermannpark finden, zusammen mit dem Preußendenkmal – „und wohl auch mit neuen Dokumenten und Münzen“, vermutet Fernando Quiroga. Beigaben der neuen Zeit für das Zeugnis alter Zeit.

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Faszination Erdgeschichte - Faszination Dörenther Klippen:

Der Natur- und Geopark TERRA.vita gehört mit Recht zu den UNESCO-Geoparks, denn in dem etwa 1.500 Quadratkilometer großen Naturparkgebiet sind 300 Millionen Jahre Erdgeschichte nahezu lückenlos dokumentiert. Ein geologisches Highlight im Naturparkgebiet und eines der markantesten Ausflugsziele im Teutoburger Wald und im Münsterland sind die Dörenther Klippen und das „Hockende Weib“.

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