Unterwegs im Ibbenbürener Süden

Bewegung an der frischen Luft, die Natur entdecken und alle Abstände halten -  Wandern erfreut sich in Coronazeiten immer größerer Beliebtheit. Teutoschleifen, Hermannsweg und viele weitere bekannte Wanderwege ziehen zahlreiche Wanderer aus nah und fern an. Doch auch fernab dieser Wege kann man seine Heimat entdecken und in die Natur eintauchen.

Kinderwagen-freundlicher Tourentipp

Unser Wandertipp führt die Wanderer durch Dörenthe, den südlichsten Ortsteil Ibbenbürens. Die Strecke verläuft vorwiegend auf asphaltierten Nebenstraßen und geschotterten Wegen und ist somit auch gut für Kinderwagen und andere Gefährte geeignet. Startpunkt ist am Wanderparkplatz an der St. Modestuskirche an der Münsterstraße. Hier stehen etliche kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Die Wanderer folgen zunächst der Münsterstraße nach Norden und biegen dann links ab in den Löchtweg. Zwischen Felder und Wiesen, begleitet von einem kleinen Bachlauf und immer mit Blick auf den Teutoburger Wald, geht es zu einer Weggabelung, an der man sich links halten muss. Rechterhand liegt der Botanische Garten Loismann, an dem man von April bis Oktober unbedingt einen Stopp einplanen sollte. Nicht nur der Taschentuchbaum und der Mammutbaum laden zum Staunen ein, auch eine Vielzahl von Rhododendren präsentieren zur Blütezeit eine breite Farbpalette. Eine Bank lädt zum Rasten mit herrlichem Kanalblick ein -  eine gute Gelegenheit, sein mitgebrachtes Picknick zu genießen. Gut erholt geht es weiter über die Kanalbrücke, dann links abbiegend Richtung Süden parallel zum Kanal. An der T-Kreuzung biegen die Wanderer nach rechts ab, passieren ein kleines Wäldchen und den Campingplatz Eichengrund. Hier kann man im Sommer sein Talent im Minigolf beweisen oder sich im Badeteich erfrischen. Vorbei an einer Streuobstwiese biegt der Weg nach Osten ab und führt durch eine lichten Mischwald zur Münsterstraße.

Außergewöhnliche Wasserwege

Nach Querung der Münsterstraße, kommt eine ausgewöhnliche Furt in Sicht. Diese sogenannte Panzerdurchfahrt wurde angelegt, um im Falle eines Brückenschadens militärischen Fahrzeugen eine Querung des Dortmund-Ems-Kanals zu ermöglichen. Heute werden hier vorwiegend Freizeitboote zu Wasser gelassen. Durch den Wildschutzzaun gelangen die Wanderer zum Treidelpfad und begleiten den Kanal bis zur nächsten Brücke. Nach einem kurzen Anstieg geht es links auf die Brücke, dort bietet sich ein fantastischer Blick auf den Dortmund-Ems-Kanal. Auf dem weiteren Weg lohnt sich ein Blick nach links und rechts auf Felder und Feuchtwiesen, die teilweise zum Naturschutzgebiet Janhaarspool gehören. Das Feucht- und Magergrünland ist ein wichtiger Baustein im Vogelschutzgebiet "Feuchtwiesen im nördlichen Münsterland" und Heimat einiger Pflanzenarten der Roten Liste, während die schwachwüchsigen, mageren Feuchtwiesen zahlreiche Brutvorkommen gefährdeter Wiesenvögel aufweisen. Die Wanderer folgen der Straße bis zur nächsten Abzweigung und biegen links ab auf den Dassmannweg. Dieser wird von Wiesen und imposanten Bäumen gesäumt, vielen Vogelarten ein Zuhause bieten.

Hohe Bäume und Vogelgezwitscher

An der nächsten Kreuzung führt die Tour weiter geradeaus. Hungrigen oder durstigen Wanderern bietet sich hier linkerhand eine Pause in der Gaststätte „Zur Blankenburg“ mit Kaffee, Kuchen und gutbürgerlicher Küche im Restaurant, auf der Terrasse oder im Biergarten an (Öffnungszeiten beachten). Gut erholt geht es wieder zurück zur Kreuzung, dann links abbiegen auf den befestigten Waldweg. Dieser führt schnurgerade durch ein Wasserschutzgebiet. Für gewerbliche Nutzung gelten hier zum Schutz der Allgemeinheit und auch der Qualität des Grundwassers besondere Vorschriften. Dem Wanderer bietet sich mit idyllische baumumsäumten Teichen und weiten Wiesen hier ein Naturparadies. An der nächsten Kreuzung heißt es links abbiegen in den Brunnenweg; dieser führt zurück zur Münsterstraße. An der Querungshilfe gelangen die Wanderer über die vielbefahrene Straße und haben nach gut neun Kilometern den Ausgangspunkt an der St. Modestuskirche wieder erreicht.

Dieser Tourentipp mit einer Länge von gut neun Kilometern verläuft vorwiegend auf asphaltierten Nebenstraßen und befestigten Waldwegen. Achtung: Es ist keine Beschilderung vorhanden. Eine Karte mit dem Streckenverlauf und der Beschreibung ist online auf der Homepage der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH unter dem Punkt ibbaktiv/wandern verfügbar, ebenso die GPX-Datei. In der Tourist-Information Ibbenbüren gibt es diese Infos in gedruckter Form.

Wanderkarten im Tecklenburger Land

Lust auf weitere Wanderungen vor der Haustür? Dann ist die Wanderkarte „Südliches Tecklenburger Land“ eine gute Empfehlung. Die Karte mit dem Maßstab 1 : 25.000 umfasst das Gebiet zwischen Ibbenbüren, Saerbeck, Bad Iburg und Osnabrück. Darin verzeichnet sind neben Hermannsweg und Teutoschleifen auch lokale Wanderwege, die die Heimat vor der Haustür neu entdecken lassen. Der Bereich zwischen Lotte, Bramsche, Hörstel und Freren ist in der Wanderkarte „Nördliches Tecklenburger Land“ dargestellt. Verfügbar ist darüber hinaus die Wanderkarte „Rund um Rheine“. Alle Karten sind zum Preis von je 6,95 Euro in der Tourist-Information Ibbenbüren erhältlich, ebenso weiteres Prospektmaterial zu zahlreichen Freizeit- und Ausflugszielen in Ibbenbüren und im Tecklenburger Land und im Münsterland. Die Tourist-Information ist montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Information: Telefon 05451/5454540, www.stadtmarketing-ibbenbueren.de

Wegbeschreibung:

Länge: ca. 9 km

Wegbeschaffenheit: vorwiegend Nebenstraßen und geschotterte Wege

Anforderungen: vorwiegend flach, außer an der Kanalbrücke keine nennenswerte Steigung

Start/Ziel: St. Modestuskirche, Münsterstraße, Ibbenbüren-Dörenthe

Verlauf: Münsterstraße Richtung Norden, links ab in Löchtweg, Weggabelung links haben, Kanal überqueren, links ab auf Straße Im Brook (nicht den Treidelpfad am Kanal), T-Kreuzung rechts ab, nach dem Campingplatz links ab auf der Straße im Brook bleiben, Münsterstraße queren, an der Panzerdurchfahrt auf den Treidelpfad am Kanal rechts abbiegen, an der nächsten Brücke Treidelpfad verlassen, links abbiegen auf Dassmannweg, erste Abzweigung links ab auf Dassmannweg bleiben, An der Blankenburg queren, geradeaus bis Kreuzung, links ab auf Brunnenweg, Münsterstraße queren, rechts, dann links auf Parkplatz an der Kirche

GPX Datei für das Navigationsgerät: Wandern im Ibbenbürener Süden

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Neuigkeiten

Wandern vor der Haustür: Unterwegs im Ibbenbürener Süden

Bewegung an der frischen Luft, die Natur entdecken und alle Abstände halten -  Wandern erfreut sich in Coronazeiten immer größerer Beliebtheit. Teutoschleifen, Hermannsweg und viele weitere bekannte Wanderwege ziehen zahlreiche Wanderer aus nah und fern an. Doch auch fernab dieser Wege kann man seine Heimat entdecken und in die Natur eintauchen. Unser Wandertipp führt die Wanderer durch Dörenthe, den südlichsten Ortsteil Ibbenbürens. Die Strecke verläuft vorwiegend auf asphaltierten Nebenstraßen und geschotterten Wegen und ist somit auch gut für Kinderwagen und andere Gefährte geeignet

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Stadtradeln: Gewinner wurden ermittelt!

Vom 10. bis 30. September hat sich Ibbenbüren zum vierten Mal an dem internationalen Wettbewerb STADTRADELN des Vereins Klima-Bündnis beteiligt. 673 Radler in 43 Teams haben sich aufs Rad geschwungen, um auf das Thema Radverkehr aufmerksam zu machen, Kohlendioxid zu vermeiden und Radkilometer für die Teams und für Ibbenbüren zu sammeln. 154.547 Kilometer wurden in den Teams zurückgelegt und rund 23 Tonnen CO2 eingespart. Mit dieser Kilometerleistung liegt Ibbenbüren auf Platz zwei der siebzehn teilnehmenden Kommunen aus dem Kreis Steinfurt. Auf NRW-Ebene hat Ibbenbüren in der Kategorie 50.000 bis 99.000 Einwohner den Platz zehn erreicht. Veranstaltet wurde STADTRADELN in Ibbenbüren auch in diesem Jahr von der Stadt Ibbenbüren und der Stadtmarketing GmbH in Kooperation mit dem Stadtsportverband und dem ADFC sowie mit Unterstützung der Kreissparkasse Steinfurt.

Gewinner STADTRADELN in Ibbenbüren

In diesem Jahr wurden Geldpreise in Höhe von 350 Euro, 250 Euro und 150 Euro an die drei Schulklassenteams mit den meisten Radkilometern pro Teammitglied vergeben. Der dritte Platz für 194,73 Radkilometer pro Person ging an das Team Kepler 9D mit dem stellvertretenden Teamkapitän David Schrameyer. Platz zwei für eine Leistung von 210,2 Radkilometern pro Kopf hat das Team 7A Roncalli Gang mit der Teamkapitänin Ramona Wysada erreicht. Über den ersten Platz für 211 Radkilometer pro Teammitglied konnte sich das Team 7Cool Kepler mit der Teamkapitänin Patricia Kemmer freuen.

Wegen des sehr geringen Unterschieds zwischen dem dritten und dem vierten Platz wurde für das vierte Siegerteam ein zusätzlicher Preis ausgesetzt. Dieser Preis in Höhe von 100 Euro wurde an das Team Abschlussklasse 10 LA der Gemeinschaftshauptschule Ibbenbüren mit der Teamkapitänin Bianca Klose vergeben – für eine Leistung von 194,2 Radkilometern pro Kopf. Eine Ehrenurkunde erhielt das Team Bosco 4a der Johannes-Bosco-Schule, weil es als einziges Grundschulteam an dem Wettbewerb teilgenommen hat. Immerhin 131,7 Radkilometer pro Teammitglied haben die Schüler der vierten Klasse geschafft.

Urkunden für Einzelsieger und Teams

Zusätzlich wurden Siegerurkunden an die drei besten Einzelsieger sowie die drei besten Teams mit den meisten Radkilometern pro Teammitglied vergeben. Die Urkunden für die Einzelsieger gingen an David Bolotz, Team Rafi und die faulen Säcke, für 2.165 Radkilometer, an Dieter Lohde, Offenes Team Ibbenbüren, für 2.300 Radkilometer und an Anne Krabbe, Team Fellnasen, für 2.442 Radkilometer.

Den dritten Platz unter den Teams mit den meisten Radkilometern pro Teammitglied hat das Team Stadtpflitzer mit dem Teamkapitän Gerhard Schwaer für 585,8 Radkilometer pro Kopf erzielt. Den zweiten Platz mit 877 Kilometer pro Person erhielt das Team Bolsmann mit dem Teamkapitän Siegfried Bolsmann. Der erste Platz für 1.329,4 Radkilometer pro Person wurde an das Team Fellnasen mit der Teamkapitänin Anne Krabbe vergeben.

„Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für ihr großes Engagement und gratuliere den Gewinnern herzlich zu ihren Leistungen. STADTRADELN hat erneut dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit auf das Thema Radverkehr als sinnvolle Alternative zum Auto oder zum ÖPNV zu lenken, besonders für die Alltagswege zum Einkaufen oder zur Schule“, teilt Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer mit.

„Der STADTRADELN-Termin wurde wegen der Pandemie in diesem Jahr von Mai auf den Herbst verlegt und musste erstmals ohne den Ibbenbürener Radelsonntag stattfinden. Trotzdem waren hohe Teilnehmerzahlen und Kilometerleistungen zu verzeichnen. Die gute Resonanz zeigt, dass Radeln gerade in diesen Zeiten hoch im Kurs steht, weil man sich an der frischen Luft bewegen und gleichzeitig die pandemiebedingten Einschränkungen beachten kann“, stellt Sabine Simikin-Escher, Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH, fest.

Wegen der Corona Situation kann die Preisverleihung für die Sieger des Wettbewerbs in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Die Preise und Urkunden wurden verschickt oder konnten in der Tourist-Information abgeholt werden. Zudem wurden in der Tourist-Information unter allen aktiven Teilnehmern je 100 Tachos, große und kleine Fahrradklingeln verlost. Die Gewinner werden bis Ende der kommenden Woche per E-Mail benachrichtigt.

Weitere Infos: Sabine Simikin-Escher, Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH/Tourismusförderung und Tourist-Information Ibbenbüren, Tel. 05451/54 54 540.

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Erinnerungsbaum pflanzen

Seit mehreren Jahren bieten die Ibbenbürener Stadtführer die Gelegenheit, zu besonderen persönlichen Anlässen oder „einfach so“ in Waldgebieten des Tecklenburger Landes Bäume zu pflanzen. Die Aktion „Wurzeln schlagen in Ibbenbüren“ kann auch in Corona-Zeiten unter Einhaltung aller Hygieneregeln stattfinden.

„Dr. Georg Berkemeier, Revierförster im Bereich Ibbenbüren-Tecklenburg, wählt dafür geeignete Standorte und Baumarten aus“, erklärt Dr. Michael Kriege, Vorsitzende des Vereins. Die Gehölze werden als sogenannter „Trupp“ von fünf Bäumen angelegt, die sich im Wachstum schützen.

Die Wälder in Deutschland seien seit geraumer Zeit durch Dürre oder Borkenkäferbefall in ihrem Bestand bedroht, erläutert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf seiner Homepage. Angesichts dieser Entwicklungen komme es darauf an, Wälder mit einer naturnahen, an die Region angepassten Bepflanzung langfristig auf den Klimawandel einzustellen. Stabile und anpassungsfähige Wälder zu schaffen, sei eine langfristige Aufgabe. Dem stellt sich der Stadtführerverein mit dem Projekt, in dem bereits zum 13. Mal „Erinnerungsbäume“ gepflanzt werden.

Da die Wahrscheinlichkeit eines gesunden Wachstums in einem Waldstück größer ist als im innerstädtischen Bereich, wird eine Fläche am Südhang des Teutoburger Waldes als geeignet angesehen. Die Lage der Neuanpflanzung wird durch ein GPS-Gerät eingemessen und in einer Urkunde dokumentiert. Auf Wunsch werden besondere Ereignisse, die für den einzelnen Bürger damit verknüpft sind, in der Urkunde verzeichnet.

Die Empfehlung der Fachleute, trockenheitstolerante Baumarten anzupflanzen, setzen die Stadtführer in diesem Jahr gezielt um. Elsbeere und Speierling sind Pflanzennamen, die in unserer Region noch als exotisch angesehen werden. Dahinter verbergen sich Bäume, die zu beträchtlicher Höhe heranwachsen können. Beide besitzen im Stammholz eine attraktive Maserung und Färbung.

Besonders geeignet sind kalkhaltige, etwas trockenere Standorte. Die sich auch hierzulande abzeichnenden geringeren Niederschläge sowie die kalkhaltigen Böden an der Südseite des Teutoburger Waldes machen den Standort ideal für diese Baumarten. „Wir wollen mithelfen, Nadelwälder des Teutoburger Waldes in gesunde Mischwälder umzuwandeln“, betont Kriege.

Die nächste Pflanzaktion ist wieder an einem Samstagvormittag im Dezember. Die genaue Uhrzeit und der Treffpunkt werden noch bekannt gegeben. Sie hängen vom Wetter ab. Die Karten zum Preis von 80 Euro sind bei der Stadtmarketing Ibbenbüren GmbH, Oststraße 28, 05451/5454-50 erhältlich. Darin enthalten sind fünf Baumsetzlinge, fachliche Begleitung und die Urkunde.

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