Bergbaugeschichte im Ibbenbürener Norden

Der Herbst mit seinem bunten Blätterspiel bietet die passende Kulisse für eine Wanderung auf den Spuren des Bergbaus auf dem Dickenberg. Die Bergbau-Wanderroute Nr. 2 führt den Wanderer entlang großer, begrünter Bergehalden, Tongruben und verlassenen Sandsteinbrüchen zu den Spuren, die der Bergbau seit dem 16. Jahrhundert im Ibbenbürener Norden hinterlassen hat. Im Norden eher flach, im Süden auch mit steileren Abschnitten zeigt diese Wanderroute die Vielfalt der Ibbenbürener Landschaft. Die Bergbau-Wanderroute Nr. 2 hat eine Gesamtlänge von etwa 17 Kilometern, eine Aufteilung in Nord-und Südschleife mit Längen von etwa 11 bzw. 7,5 Kilometern ist möglich.

Es geht los!

Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz der Gaststätte Antrup an der Rheiner Straße. Richtung Norden verlaufend, führt der Weg zunächst an alten Ziegeleien und einer Sandgrube vorbei, bevor mit der Zeche Bomberg die ersten Kohlenspuren zu sehen sind. Entlang der teils begrünten Bergehalde Buchholz geht es weiter auf idyllischen Waldwegen zum höchsten Punkt des Dickenberges. Dort befindet sich ein Hügelgrab aus der Bronzezeit, das auf die Jahrtausende lange Besiedlung dieser Region hinweist. Auf schattigen Waldwegen, vorbei an der Barbarakirche, geweiht der Schutzpatronin der Bergleute, gelangt der Wanderer zum Mariannenschacht, dem ehemaligen Zentrum des Westfeldes. Heute wird das alte Kauengebäude von verschiedenen Firmen genutzt. Durch lichte Fichtenwälder führt die Bergbau-Wanderroute zum Pommer-Esche-Schacht mit dem imposanten, unter Denkmalschutz stehenden Betriebsgebäude.

Der hügelige Süden

Der Weg erreicht nun die Bergsiedlung, diese macht, was man zunächst nicht ahnt, ihrem Namen alle Ehre. Auch hier sind zahlreiche Spuren des Bergbaus zu entdecken wie das Mundloch des Glückburger Mittelstollens, das heute Fledermäusen als Winterquartier dient. Bergauf und –ab führt die Route durch Wälder und Wiesen bis zum tiefsten Punkt des Dickenberges am Berghang. An diesem schaut aus einem nachgebauten Stollen eine Lore hervor. Überdachte Bänke und Tische sowie ein Weitblick über Ibbenbüren bis hin zum Teutoburger Wald laden hier zum Rasten ein. Auf hügeligen Wegen geht es weiter zum Colonat Melle im Taleinschnitt Mellenliet, bevor der Ortskern wieder in Sichtweite kommt. Aber noch ist das Ziel nicht erreicht. Am Abendsternschacht gilt es, das älteste noch erhaltene Zechenhaus Ibbenbürens von 1796 zu bestaunen, sowie das Bergamtsgebäude und die Dickenberger Knappschaftsschule.

Endspurt im Norden

Nun verlässt die Bergbau-Wanderroute den hügeligen Südteil und erreicht das frühere Gelände des Wilhelmschachtes. Hier hat die Natur das Gelände zurückerobert. Nur noch eine Gedenktafel erinnert an eine der größten Pachtgruben des Ibbenbürener Reviers. Über ebene Feldwege und Straßen, vorbei an Sportplatz und Reithalle, gelangt man zum Ausgangspunkt zurück. Nach dieser beinah 18 Kilometer langen Wanderung haben sich Wanderer in den nahegelegenen Gaststätten ein kühles Getränk und eine Stärkung verdient. Dies bietet die passende Gelegenheit für die Planung der nächsten Wanderung auf den Spuren des Bergbaus im Tecklenburger Land.

Die Tourenguides zu den vier Bergbau-Wanderrouten zum Preis von jeweils 2,- Euro sowie Kartenmaterial zu weiteren Wander- und Radtouren erhalten Sie in der Tourist-Information Ibbenbüren im Kulturhaus; Oststraße 28. Diese hat montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Die GPX-Datei zu dieser Wanderung finden Sie auf www.stadtmarketing-ibbenbueren.de im Bereich „ibbService/mediacenter“.

Infos:
Start/Ziel: Gasthof Antrup, Rheiner Straße 324, 49479 Ibbenbüren
Länge: etwa 17,4 Kilometer
Abkürzung: Nordschleife: 11,4 km, Südschleife: 7,5 km
Wegbeschaffenheit: Wald- und Feldwege, Straße
 

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Neuigkeiten

Ibbenbüren bei der 8. Osnabrücker Fahrradmesse

Für Outdoor-Fans steht bereits im Winter die Planung der kommenden Radel- und Wandersaison an. Die Anregungen dafür holen sich die potentiellen Gäste gerne auf einer der bekannten Touristikmessen. Ein guter Grund für die Tourist-Information, Ibbenbüren auf diesen Messen als attraktives Ziel für Tages- und Wochenendausflüge zu präsentieren.

Nach einer erfolgreichen Präsentation auf der Messe „Reise und Freizeit“ am Flughafen Münster-Osnabrück am letzten Januar-Wochenende, wird sich die Tourist-Information Ibbenbüren am Sonntag erneut als Wander- und Radfahrdestination vorstellen. Susanne Plake, die für die Tourist-Information Ibbenbüren den Standdienst auf der Messe übernimmt, freut sich auch zahlreiche Besucher am Sonntag, 1. März 2020, bei der 8. Osnabrücker Fahrradmesse im Autohaus Härtel, Mindener Straße 100, 49084 Osnabrück.  Von 10 bis 17 Uhr sind Besucher willkommen, um sich über die neusten Radtrends und Reiseziele zu informieren. Sie finden Die Tourist-Information am Stand A12, dort erhalten Sie Infos zu Ausflugszielen und Freitzeitmöglichkeiten in Ibbenbüren sowie kostenlose Flyer zu Radelrunden und Wandertipps. Der Eintritt ist frei! Weitere Informationen finden Sie hier

Weiterer Messebesuch geplant

Am 15. März 2020 steht bereits der nächste Messebesuch an. Dann ist Ibbenbüren auf der Premiere der Fahrradmesse "Leezenfrühling" vertreten. Auch zu dieser Messe sind Interessenten, besonders Radelfans, schon jetzt herzlich eingeladen.

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Tipps für DAS GUTE LEBEN im Münsterland:

„MÜNSTERLAND. DAS GUTE LEBEN.“ So heißt der neue Slogan für das Münsterland, der die hohe Lebensqualität und den Facettenreichtum der Region zum Ausdruck bringt. Zahlreiche Tipps für DAS GUTE LEBEN im Münsterland werden auch in den Katalogen „Radfahren“ und „Kurzurlaub“ präsentiert, die Münsterland e. V. soeben herausgegeben hat.

Angebote für Radfahrer

Die Broschüre „Radfahren“ stellt auf 67 Seiten Etappen-, Stern- und Tagestouren im gesamten Münsterland vor. Diese Angebote können sich sehen lassen, denn das Münsterland gehört mit einem Radwegenetz von über 4.500 Kilometer Länge zu den beliebtesten Radregionen Deutschlands. Themenrouten wie die 100-Schlösser-Route oder der Töddenland-Radweg werden ebenso vorgestellt wie geführte Touren auf speziell ausgearbeiteten Rundkursen.

Kurzurlaub vor der Haustür

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute vor der Haustür liegt? Diese Frage lässt sich beim Blättern in der der Broschüre „Kurzurlaub“, die auf 63 Seiten viele Anregungen für Urlaub und Freizeit in der Region liefert, schnell beantworten. In Kurzporträts präsentieren die Gemeinden und Städte des Münsterlandes ihre kulturellen und touristischen Highlights. Ergänzt werden diese Porträts durch Reiseideen zu den Themen Wellness, Kultur, Gruppen, Familien, Städtetrips und Aktivurlaub. Die Angebote reichen vom Musical-Weekend über Tagestouren mit dem Oldtimerbus bis hin zu einer „süßen“ Wandertour auf einer Teutoschleife.

Kostenlose Kataloge und weitere Infos in der Tourist-Info Ibbenbüren

Erhältlich sind die neuen Münsterland Kataloge „Radfahren“ und „Kurzurlaub“ in der Tourist-Information Ibbenbüren, Oststraße 28. Auch ein neuer Flyer mit Terminen für geführte Wanderungen auf den Teutoschleifen und Teutoschleifchen im Tecklenburger Land ist dort ab sofort zu haben. Außerdem hält die Tourist-Info zahlreiche weitere Broschüren und Kartenmaterial zu Ausflugszielen und Freizeitmöglichkeiten in Ibbenbüren und der Region bereit, so zum Beispiel die Radtourentipps „Kloster, Kanal und Klippen“ und „Radeln, Rodeln, Rasten“ - Beratung rund um Urlaub und Freizeit jeweils inklusive. Die Tourist-Information ist von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr sowie jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

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Internationaler Frauentag: Viel für Frauen

Es ist eine stattliche Zahl an Veranstaltungen, die sich in diesem Jahr in Ibbenbüren rund um den Internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März, drehen werden. Der Arbeitskreis Frauen Ibbenbüren, der die Aktivitäten zum Aktionstag initiiert und koordiniert, hat nicht weniger als 12 Einzelveranstaltungen unterschiedlichster Art auf die Beine gestellt, die sich alle auf ihre Weise mit weiblichen Themen auseinandersetzen. Ein Allzeitrenner hierbei: der Rentensprechtag für Frauen am Montag, 16. März – er ist bereits vollständig ausgebucht. Die diesjährige Veranstaltungsreihe trägt das Motto „Frauenpower“.

„Stimmt, das sind eine Menge Veranstaltungen“, lacht Petra Schmiedel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ibbenbüren. Auch sie ist, neben vielen anderen Personen, Einrichtungen und Organisationen, ein Teil des Arbeitskreises – und weiß: „Ohne diese Bandbreite an Aktiven wäre die Menge an Veranstaltungen zum Frauentag gar nicht zu schultern.“ Viel Angebot bedeutet eben immer auch viel Arbeit, Planung und Vorbereitung. Viele Hände tun sie leichter.

Den markanten Reihenauftakt macht am Dienstag, 3. März, eine Stadtführung über besondere Frauen in und aus Ibbenbüren. Sie steht unter dem Titel „Frauenspuren“. Am Mittwoch, 4. März, folgt der Kinofilm „Britt-Marie war hier“. Der erste Höhepunkt steht am Freitag, 6. März, an: Das Ensemble DietutniX bietet mit dem Programm „Minus2plus1gleich4“ feminines Kabarett zum Internationalen Frauentag. Dem folgt am Samstag, 7. März, ein Internationales Frauenfrühstück, Motto „Gemeinsam Kultur erleben und Feste feiern“.

Um Frauen und Kinder auf der Flucht dreht sich am Sonntag, 8. März, ein Vortrag „Kein Schutz – nirgends“ mit der TV-Journalistin Maria von Welser. Der Mittwoch, 11. März, steht dann wieder ganz im Zeichen des Films, mit dem Streifen „Die Berufung“. Unter dem Motto „Frauen haben (sich) etwas zu sagen“ steht darauf am Donnerstag, 12. März, eine interkulturelle After-Work-Party. Am Dienstag, 17. März, gibt es dann eine Führung extra für Frauen durch die Moschee der Ibbenbürener Ditib-Gemeinde.

Die letzte Programm-Trias bietet am Mittwoch, 18. März, mit „Maudie“ einen weiteren Kinofilm. Am Donnerstag, 19. März, bietet die Verbraucherzentrale Infos für Frauen, Titel: „Kompetent im Konsumalltag“. Den Abschluss des Veranstaltungsreigens bildet schließlich am Freitag, 20. März, der alljährliche Equal Pay Day, ein Aktionstag, der auf die ungerechte Bezahlung von Frauen weltweit aufmerksam macht.

Alle Veranstaltungen finden sich mit detaillierten Angaben auf einem Flugblatt, welches der Arbeitskreis Frauen an öffentlichen Stellen in Ibbenbüren ausgelegt hat. Das Flugi ist unter anderem am Infoschalter des Rathauses erhältlich. Darüber hinaus wird die Öffentlichkeit zu den Einzelveranstaltungen jeweils noch gesondert über die örtliche Presse informiert.

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